Rabenkräuter

Rezept für Spitzwegerichöl
Herstellung von Spitzwegerichöl im Heißverfahren

Spitzwegerichöl einfach selber machen

Spitzwegerich ist eine der großen Erste Hilfe Pflanzen, und das zu Recht. Wie du Spitzwegerichöl im heißverfahren ganz einfach selber machen kannst erfährst du in diesem Beitrag.

Darum lohnt es sich Spitzwegerichöl herzustellen!

 
Jede Pflanze enthält öllösliche und wasserlösliche Wirkstoffe. Damit bei meinem Wegerichbalsam beide Inhaltsstoffgruppen berücksichtigt werden habe ich neben der Spitzwegerichtinktur auch ein Spitzwegerichöl angesetzt. Beide Komponenten können anschließend in einem Spitzwegerichbalsam vereint werden.

 

Das brauchst du um Spitzwegerichöl selber zu machen:

 
  • Spitzwegerichblätter frisch oder getrocknet
  • Ein gutes Öl hier verwende ich Olivenöl
  • Entweder ein verschließbares Glas und 4-6Wochen Zeit
  • Oder die Möglichkeit den Ansatz schonend zu erwärmen
 

So gehst du vor:

 
In jedem Fall wird der Spitzwegerich zerkleinert und mit dem Öl bedeckt. Die erste Möglichkeit ist der sogenannte Kaltansatz. Dabei füllst du die zerkleinerten Pflanzenteile und das Öl in ein verschließbares Glas und stellst es für einige Wochen an einem dunklen Ort. Danach wird das Spitzwegerichöl abgeseiht und ist damit fertig. Diese Art der Herstelung gilt als schondender, da die Inhalstoffe und das Öl keinen hohen Temperaturen ausgesetzt werden.

Die zweite Möglichkeit kommt zum Einsatz, wenn es einmal schnell gehen muss. Dafür erwärmst du den Ansatz, also dein Kräuterölgemisch für einige Zeit(1-12h). Dazu habe ich ein Schokofondue Set zweckentfremdet, du kannst allerdings auch mit einem Wasserbad arbeiten oder im Winter das Gefäß mit dem Ölauszug auf die Heitzung stellen.

Das Öl mit den Pflanzenteilen wird in jedem Fall für 6-8 Stunden schön gleichmäßig warm gehalten, aber nicht zu hoch erhitzt. Wichtig beim sogenannten heißen Verfahren ist es, dass die Wirkstoffe also der Wegerich nicht frittiert wird, denn viele Inhalstoffe sind nicht hitzebeständig. Je nach Angabe und Wirkstoffe bedeutet das, dass das Öl mit den Wirkstoffen nicht über 45-70°C erhitzt werden sollte.
 

Normalerweise bevorzuge ich darum die erste Variante den so genannten kalten Ansatz. Wenn es schnell gehen muss, kann man aber auch einen heißen Ansatz wagen. Gerade beim Einsatz von Frischpflanzen hat sich das bewährt da die meisten Keime bei diesen Temperaturen absterben.

Warum das so ist? Frische Pflanzen bringen mehr Feuchtigkeit in den Ansatz ein und mit der Feuchtigkeit steigt die Gefahr der Verkeimung. Daher werden für Ölansätze in der Regel getrocknete Pflanzen bevorzugt…Falls du dich für die Kunst des Ölauszuges interessierst findest du einen eigenen Beitrag über die Herstellung eines Ölauszuges alle Details und Überlegungen.
 

Also eine kleine Wiederholung:

 
1) Trockene Pflanzen werden, wenn möglich bevorzugt.
2) Der langsame kalte Ölauszug wird, wenn möglich bevorzugt.
3) Aber beim Einsatz von frischen Pflanzen wird der warme Auszug bevorzugt. Auf diese Weise will man einer Verkeimung entgegenwirken.

Wenn du möchtest oder eine stabilere Form bevorzugst kannst du das fertige Spitzwegerich Öl zu einem Spitzwegerich Balsam weiterverarbeiten. Dabei werden die wasserlöslichen und öllöslichen Wirkstoffe dieser alten Heilpflanze verreint.

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