Rabenkräuter

Spitzwegerichbalsam
Rezept für Spitzwegerichbalsam

Spitzwegerichbalsam und Spitzwegerichsalbe einfach selber machen

Dieses Spitzwegerichbalsam Rezept vereint die wasserlöslichen und öllöslichen Wirkstoffe des Spitzwegerichs in einem effektiven Balsam gegen Juckreiz oder bei kleinen Wunden.

Spitzwegerichbalsam oder Spitzwegerichsalbe gegen Juckreiz

 
Spitzwegerich gilt als die pflanzliche Geheimwaffe bei Juckreiz und zwar unabhängig davon ob dieser von einem Insektenstich oder etwa von Brennnesseln ausgelöst wurde. Als Kinder haben wir dazu einfach Wegerich(ja genau Spitz oder Breitwegerich) zerkaut und den fertigen Pflanzenbrei auf die betreffenden Stellen aufgetragen…

Aus hygienischen Gründen mag das nicht immer ratsam sein, ein Spitzwegerichbalsam kann da allerdings eine wirkungsvolle Alternative sein. So ein Balsam ist sehr einfach herzustellen und hält gekühlt gelagert etwa ein Jahr.

Warum wirkt Spitzwegerich so gut gegen Juckreiz?

 
Die natürlichen Schleimstoffe des Spitzwegerichs wirken beruhigend auf die Haut während die Gerbstoffe diese zusammebziehen(also adstringierend). Das antibakterielle, aber reaktionsfreudige Aucubin, als Hauptwirkstoff im Spitzwegerich wirkt Entzündungen entgegen. Der Wegerich gilt gerade darum als eine der wichtigsten Erste Hilfe Pflanzen der Kräuterkunde.
 

Warum eine Tinktur und ein Ölauszug? Reicht nicht einfach eines davon?

 
Die genannten Wirkstoffe sind in Wasser löslich, besser lösen sie sich allerdings in Alkohol. Damit ich auch die öllöslichen Inhaltsstoffe nutzbar machen kann habe ich einen so genannten heißen Ölauszug gemacht. Beide Rezepte findest du in den vorhergehenden Beiträgen auf meiner Seite.
 
Um beide Teile also die Spitzwegerich Tinktur und das Spitzwegerich Öl gleichzeitig zu nutzen werden sie in einer einfachen Creme(weil der Alkohol ja auch Wasser enthält) vereint. Dem Spitzwegerichbalsam.
 
Der Vorteil des festen Balsams ist seine Konsistenz. Dadurch, dass der Balsam fest ist wird einer Reaktion der Wirkstoffe(insbesondere des Aucubin) entgegengewirkt. Ein Molekül, kann sich durch den festen Balsam nicht (gut) bewegen, und damit auch nicht mit möglichen Reaktionspartnern zusammen treffen. Aus dem selben Grund können sich Wasser und Öl(phase) nicht mehr trennen.
 

Das brauchst du für einen effektiven Spitzwegerichbalsam:

 
  • 10 Teile Spitzwegerich Tinktur(zB 10g)
  • 10 Teile Spitzwegerich Öl(zB 10g)
  • 3 Teile Bienenwachs(zB 3g)
  • Wasserbad
  • Rührgerät
  • Sauberes Schraubglas
 

So geht es und deswegen funktioniert das Balsamrühren:

Das Öl und das Bienenwachs werden zusammen erwärmt bis das gesammte Bienenwachs geschmolzen ist. Auch die Tintkur wird etwas erwärmt, damit sie die Salbe nicht erstarren lässt, bevor die Tintktur sich mit den fetten Bestandteilen vermischen konnte.
 
Die entstandene Mischung wird kräftig gerührt. Das Bienenwachs selbst ist ein schwacher Emulgator. Wichtiger für das Gelingen ist aber, dass die Mischung wegen dem hohen Gehalt an Bienenwachs sehr schnell erstarrt.
 
Normalerweise würde das Öl auf dem Alkohol schwimmen. Der Balsam allerdings erstarrt so schnell, dass dem Öl während des Rührens keine „Zeit bleibt“ sich abzusetzen. Ein Teil des Alkohols verdampft natürlich, aber das Wasser und die Wirkstoffe verbleiben nun in dem festen Balsam.

Auch sehr wirksam: Spitzwegerichsalbe

Falls du keine Spitzwegerichtinktur zur Hand hast, kannst du einfach eine Spitzwegerichsalbe herstellen.

Das brauchst du für eine Spitzwegerichsalbe:

  • 10 Teile Spitzwegerichöl
  • 1-4 Teile Bienenwachs

Alle Bestandteile werden zusammen im Wasserbad geschmolzen und abgefüllt. Sobald die Spitzwegerichsalbe abgekühlt ist, kann sie eingesetzt werden!

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