Spitzwegerich

Darf ich vorstellen: Der Spitzwegerich

Der Spitzwegerich ist eine der ältesten und eine der bekannesten regionalen Heilpflanzen.

Beschreibung:

 
Der Spitzwgerich(plantago lanceolata) gehört zu den bekanntesten Heilkräutern in unseren Breiten. Er gehört zu den ausdauernden Planzen und zeichnet sich durch seine langen ungestielten Blätter aus. Die Blattform: lanzenartig ist dabei namensgebend für den wissenschaftlichen Namen. Die Blätter sind in einer grundstehenden Rosette angeordnet.

Die Blattnerven verlaufen nahezu parallel. Die Verwechslungsgfahr von Spitzwegerich ist darum relativ gering, am ehesten wird Spitzwegerich mit seinen Verwandten Breitwegerich und dem mittleren Wegerich verwechselt. Die Gefahr bei einer solchen Verwechslung ist gering. In diesem Beitrag findest du eine Beschreibun der drei häufigsten Wegericharten.
 

Verwendung der Blätter:

Aus den Blättern wird Tee gekocht, Spitzwegerichtinktur und Spitzwegerichöl hergestellt, die jungen Blätter können Salaten beigefügt werden oder in Suppen als Wildgemüse verarbeitet werden. Immer wieder wird berichtet, dass die welken Blätter Suppen einen angenehmen Pilzgeschmack verleihen, mit welchen Tricks du das tatsächlich hinbekommst habe ich in meinem letzten Beitrag über falsche Pilzsuppe beschrieben!
 

Beschreibung und Verwendung der Blüten:

Die Blüten sind um einiges kleiner als die des Breitwegerichs. Interessant ist, dass sie ringförmig von unten nach oben aufblühen, weswegen ich mehrere Blüten in verschiedenen Stadien der Blüte fotografiert habe. Ein besonderer Genuss bei Spaziergängen sind die kleinen noch schwarzen Blütenstände(vor der Blüte). Sie schmecken nach Pilzen, und können als Wildgemüse im Backteig frittiert werden.
 

Heilwirkung:

Die Heilwirkung des Spitzwegerichs wurde sowohl von der Kommision E als auch von der ESCOP und dem HMPC anerkannt. Er wird bei Entzündungen der Mund und Rachenschleimhaut als Tee, Extrakt und Frischsaft eingesetzt. Weiter schafft Spitzwegerich Linderung bei Insektenstichen.
 
Die Wirkung des Spitzwegerichs beruht auf seinen zahlreichen Inhaltsstoffen wie Schleimstoffen, Gerbstoffen und Bitterstoffen, Flavonoiden sowie antibiotisch wirkenden Stoffen wie Aucubin.
 
Die Schleimstoffe bilden im Körper eine schleimige Schutzschicht und können somit die gereizten Schleimhäute im Hals- und Rachenbereich beruhigen.
 
Gerbstoffe wirken adstringierend, das bedeutet, dass sie eine zusammenziehende Wirkung haben, und so bei Entzündungen lindernd wirken können.
 
Flavonoide haben entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften, sie spielen damit eine wichtige Rolle bei der Unterstützung des Immunsystems.
 
Aucubin und ätherische Öle haben eine antimikrobielle Wirkung, die bei der Bekämpfung von Bakterien und Viren unterstützend wirken kann.
 
In der Kräuterkunde wird Spitzwegerich oft bei Husten, Heiserkeit, Bronchitis und Entzündungen der oberen Atemwege eingesetzt
 
Am bekanntesten dürfte die Herstellung eines traditionellen Hustensaftes aus den Blättern sein.
 


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