Rabenkräuter

Spitzwegerich
Spitzwegerich Blätter

Darf ich vorstellen: Der Spitzwegerich

Der Spitzwegerich ist eine der ältesten und eine der bekannesten regionalen Heilpflanzen.

Beschreibung:

 
Der Spitzwgerich(plantago lanceolata) gehört zu den bekanntesten Heilkräutern in unseren Breiten. Er gehört zu den ausdauernden Planzen und zeichnet sich durch seine langen ungestielten Blätter aus. Die Blattform: lanzenartig ist dabei namensgebend für den wissenschaftlichen Namen. Die Blätter sind in einer grundstehenden Rosette angeordnet.
 

Verwendung der Blätter:

Aus den Blättern wird Tee gekocht, Spitzwegerichtinktur und Spitzwegerichöl hergestellt, die jungen Blätter können Salaten beigefügt werden oder in Suppen als Wildgemüse verarbeitet werden. Immer wieder wird berichtet, dass die welken Blätter Suppen einen angenehmen Pilzgeschmack verleihen, mit welchen Tricks du das tatsächlich hinbekommst habe ich in meinem letzten Beitrag über falsche Pilzsuppe beschrieben!
 

Beschreibung und Verwendung der Blüten:

Die Blüten sind um einiges kleiner als die des Breitwegerichs. Interessant ist, dass sie ringförmig von unten nach oben aufblühen, weswegen ich mehrere Blüten in verschiedenen Stadien der Blüte fotografiert habe. Ein besonderer Genuss bei Spaziergängen sind die kleinen noch schwarzen Blütenstände(vor der Blüte). Sie schmecken nach Pilzen, und können als Wildgemüse im Backteig frittiert werden.
 

Heilwirkung:

Die Heilwirkung des Spitzwegerichs wurde sowohl von der Kommision E als auch von der ESCOP und dem HMPC anerkannt. Er wird bei Entzündungen der Mund und Rachenschleimhaut als Tee, Extrakt und Frischsaft eingesetzt. Weiter schafft Spitzwegerich Linderung bei Insektenstichen.
 
Am bekanntesten dürfte die Herstellung eines traditionellen Hustensaftes aus den Blättern sein. Dazu werden die Blätter feingeschnitten und schichtweise abwechselnd mit Zucker in ein Glas gefüllt und 6 Wochen stehen gelassen. Meiner Erfahrung nach löst sich der Zucker nie ganz auf und muss nachträglich mit abgekochtem Wasser gelöst werden. Aus diesem Grund verwende ich lieber ein Oxymel aus 3 Teilen Honig und 1 Teil Apfelessig für die Herstellung dieses Hustensirups. Außerdem füge ich oft auch Löwenzahn und Fichtentriebe zu.

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