Rabenkräuter

Was du aus den Blättern des Löwenzahns machen kannst!

Löwenzahnblätter enthalten Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C und K, B-Vitamine, Betkarotin, Magnesium, Eisen und Kalzium. Der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen ist im Frühjahr vor der Blüte am Höchsten. Die Bitterstoffe, ein Fraßschutz, nehmen im Laufe des Jahres zu. Der Sammelzeitpunkt richtet sich dabei natürlich nach der gewünschten Anwendung.

Löwenzahnsalat

Der Löwenzahnsalat wird vor allem im Frühjahr genossen. Wie so viele der bekannten Frühjahrskräuter liefert der Löwenzahnsalat wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium und Eisen. Gleichzeitig regen die Bitterstoffe den Organismus zum Entschlacken an. Ein großer Vorteil des rohen Salates gegenüber gekochten Pflanzenteilen ist, dass keine Vitamine durch das kochen verloren gehen.
Die jungen Blattrosetten werden geerntet (gestochen) und oft in Kombination mit Erdäpfeln, Radieschen und Ei serviert. Ich verwende dazu meist Kernöl, es sind jedoch auch alle anderen Salatöle geeignet. Die Vitamine A und K sind fettlöslich und benötigen darum ein Öl um vom Körper ideal aufgenommen werden zu können.
Alternativ bietet sich eine Speckrahmsauce an.
Im Sommer, nehmen die Bitterstoffe in den Blättern zu. Aus diesem Grund werden möglichst große Blätter geerntet und entlang des Blatthauptnervs längst von diesem getrennt. Es können mehrere Blätter übereinander gelegt werden um effizienter zu arbeiten. Auf diese Weise minimiert man die Bitterstoffe im Salat. Eine andere Möglichkeit besteht darin die Blätter einige Stunden vor dem Gebrauch zu wässern, dabei ist anzumerken, dass B und C Vitamine wasserlöslich sind dabei verloren gehen würden.
Oft werden die Blätter gebleicht, dabei werden die Bitterstoffe reduziert indem man die Pflanzen einem Mangel an Sonnenlicht aussetzt. Die Pflanze zieht das lebenswichtige Chlorophyll in die Wurzel ein. Es ist anzunehmen, dass dabei auch Nährstoffe und Vitamine in die Wurzel eingezogen werden, leider konnte ich keine entsprechenden Literaturhinweise oder Analysen finden.

Löwenzahntee (Blätter)

Der Tee aus den Blättern des Löwenzahns wird meist aus den getrockneten Blättern hergestellt, er schmeckt umso bitterer je später die Blätter geerntet wurden und je mehr Blätter man pro 100ml Flüssigkeit verwendet. Durch die Trocknung und das Überbrühen mit kochendem Wasser gehen die Folsäure, einige B-Vitamine und das Vitamin C verloren.
Die Mineralstoffe und Bitterstoffe sind unempfindlich gegenüber der hohen Temperatur, sie bleiben daher erhalten. Tees sind eine gute Möglichkeit zusätzliche Mineral und Bitterstoffe aufzunehmen, insbesondere, weil es oft schwer ist beides in ausreichender Menge über die bei uns übliche Ernährung aufzunehmen. In Kombination mit Zitrone und Himbeerblättern lässt sich ein schmackhafter Eistee zubereiten.

Löwenzahnspinat und Püree

Die Löwenzahnblätter können außerdem wie Spinat oder Brennnesselblätter blanchiert werden. Die Bitterkeit nimmt ab umso länger die Blätter im Wasser verweilen, allerdings lösen sich auch Vitamine und Mineralstoffe im Kochwasser und gehen damit verloren. Eine gute Alternative ist es, die Blätter stattdessen kurz anzurösten. Die Blätter werden dafür klein geschnitten und als Beilage serviert.
Eine andere Variante ist es sie mit Kartoffelpüree zu vermischen, auf diese Weise essen vor allem Kinder gerne Wildgemüse. Ebenfalls bewährt haben sich Gemüseleibchen oder Kartoffelpuffer, wobei eine Menge an Löwenzahngrün der Masse zugesetzt wird, die in etwa einem Drittel der Teigmasse entspricht.
Wie verwendet ihr dieses vielseitige Wildgemüse?
Welche besonderen Erlebnisse verbinden euch mit Löwenzahn?

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