Rabenkräuter

Hast du Angst vor weißen Doldenblütlern? Entdecke die Geheimnisse der Hundspetersilie

Auch geübte Sammler und Spezialisten meiden weiße Doldenblütler. Aber gerade die giftigen Vertreter dieser Pflanzenfamilie sollte jeder Kräuterexperte sehr gut kennen. Die Hundspetersilie besitzt einzigartige Merkmale, die sie klar von anderen Vertretern dieser Pflanzenfamilie unterscheiden.

Neben dem gefleckten und dem Wasser Schierling ist die Hundspetersilie an dieser Stelle zu nennen. Ich bitte Alle Personen, die diesen Text lesen, Doldenblütler nur zu verwenden, wenn du dir 100% sicher bist, sie auch richtig bestimmen zu können. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, habe ich die wichtigsten Merkmale dieser Pflanze (Blätter: glänzend,  Stängel: kahl, Hüllblätter auf dem Döldchen) so weit wie möglich herausgearbeitet. Die Fotos stammen übrigens von Edith Kremer, Rosa Scheel und Beatrix Majer! Vielen Dank!

 

Inhalt:

1) Allgemeine Beschreibung (Wuchsshöhe)
2) Blätter (Glanz)
3) Stängel (nicht behaart)
4) Blüte (Döldchen zweiter Ordnung haben Hüllblätter)
5) Gift und Wirkung
 
Die Hundspetersilie ist neben dem gefleckten und dem Wasserschierling die dritte gefährliche Giftpflanze unter den einheimischen weißen Doldenblütlern. Ihre Blätter ähneln denen von glatter Petersilie. Es wurden bereits ganze Petersilienbestände n Hausgärten zerstört, weil sich der giftige Doppelgänger unter das beliebte Küchekraut gemischt hatte. Das kann ganz einfach vermieden werden, indem man krause Petersilie pflanzt! Besonders weil diese Pflanze gefährlich ist, ist es meiner Meinung nach wichtig, sie besonders gut zu kennen.
 

1) Allgemeine Beschreibung

Wie bereits erwähnt, gehört die Hundepetersilie (Aethusa cynapium) zu den weißen Doldenblütlern. Die ein bis zwei Jahre alte Pflanze zeigt normalerweise ihre Blätter im ersten Jahr und blüht im folgenden Jahr. Sie kann bis zu 1,5 m hoch sein und überragt damit die Gartenpetersilie.

 

2) Blätter

Die zwei bis dreifach gefiederten Blätter sind abwechselnd angeordnet, sie können mit denen der glatten Gartenpetersilie verwechselt werden. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal von anderen wilden Doldenblütlern ist der Glanz der Blätter: Die Blätter, der Hundspetersilie glänzen sowohl an ihrer Ober- als auch ihrer Unterseite. Sie sollen weiterhin nach unangenehm und/oder nach Knoblauch riechen. obwohl ich persönlich den Geruch als sehr subjektiv betrachte und ihn daher nicht gerne zur Pflanzenbestimmung verwende.

 

3) Stängel

Die Stängel, also der Haupttrieb der Pflanze an dem die Blüte sitzt, ist rund, manchmal rötlicher überlaufen. Das wichtigste Merkmal zur Bestimmung ist das Fehlen einer  Bahaarung.

 

4) Blüte

Die weiße Doppelsole zeigt sich im zweiten Jahr von Juni bis September. Die Hauptdolde hat KEINE Hüllblätter, die Dolden zweiter Ordnung zeigen drei nach hinten gerichtete lineare Hüllblätter. Diese gelten als das wichtigste Bestimmungsmerkmal der Hundepetersilie und sind auf den Bildern sehr gut zu erkennen. Zu Verwechslungen kommt es allerdings selten mit blühenden Pflanzen.

Ist die Pflanze noch nicht aufgeblüht, können diese Hüllblätter auf den Döldchen zweiter Ordnung wie die Hüllblätter der ersten Ordnung aussehen. Deshalb kann es bei ungenauer Betrachtung zu Verwechslungen mit der wilden Karotte kommen! Diese Ähnlichkeit ist auf dem zweiten Foto gut zu sehen. 

Ich möchte jedoch noch einmal auf die glänzenden Blätter verweisen, die Blüte zeigt sich im Gegensatz zu den Blättern erst im zweiten Jahr. Ich persönlich eine Verwechslung mit blühender Petersilie für unwahrscheinlich. Garten Petersilie blüht gelb und die Hüllchenblätter machen die Hundspetersilie zur Blütezeit sehr gut erkennbar.
 

5) Gift und Wirkung

Die Hundepetersilie enthält Toxine, eine Mischung aus Polyin, von denen das meiste Aethusin ist, vergleichbar mit dem tödlichen Wirkstoff der gefleckten Hemlocktanne (Coniin). Die Vergiftungswirkung ähnelt der des Schierlings, sie zeigt sich zunächst in Form von Brennen im Mund- und Rachenraum, weiter ausgedehnten Pupillen, Schweißausbrüchen, Krämpfen sowie Blähungen und Seestörungen. Später kommt es zu Bewusstseinsstörungen und zunehmender Lähmung bis zur Atemlähmung.

In diesem Beitrag erkläre ich welche Bestimmungskriterien die Waldengelwurz, einen weiteren heimischen Doldenblütler auszeichnen.

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