Rabenkräuter

Samen des drüßigen Springkrauts
Samen des drüßigen Springkrauts

Das drüßige Springkraut: Essbaere Samen

Das drüßige Springkraut gilt als invasive Art, andererseits erfreuen sich die Bienen an seinem Nektar. Aber auch uns hat das drüßige Springkraut einiges zu bieten.

Wusstest du, dass die Samen des drüßigen Springkrauts essbar sind?

Das indische Springkraut gilt als giftig, es wird als Brechmittel genutzt, die Samenkapseln sind gekocht oder gedörrt essbar. Sie werden als Zusatz zu Curies und Gemüsegerichten genutzt. Die Blüten werden zu Gelee verarbeitet. Die Blätter und Blüten werden in Asien außerdem als Färbemittel genutzt.
 
Die Samen des drüßigen Springkrauts sind roh und gekocht genießbar, sie schmecken nussig und sind ölhaltig. Ich nutze sie in meiner „wilde Salatsamen“ Mischung zusammen mit Brennnesselsamen und Breitwegerichsamen, außerdem passen sie gut in Müslis und Kuchen sowie auf Brotaufstriche.
 
Die Kapselfrüchte, also die Samen des drüßigen Springkrauts werden durch einen Schleudermechanismus bis zu 7m weit verbreitet, dieser Mechanismus wird bei reifen Früchten bereits durch die Kleinste Erschütterung ausgelöst.
 
Dieses Phänomen ist namensgebend für den botanischen Namen dieser Pflanzenfamilie, sowie den gleichnamigen Bachblüten. Diese werden aus drüsigem Springkraut hergestellt. Eine einzelne Pflanze produziert 1600 bis 4300 Samen, die Keimfähigkeit von 80% soll dabei einige Jahre erhalten bleiben.

Das drüßige Springkraut gilt allerdings als invasive Art:

Aber von Anfang an diese Pflanze gilt als umstritten. Das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera), auch indisches Springkraut oder Bauernorchidee wird bei uns vor Allem als Neophyt bekämpft. Die einjährige krautige Pflanze, besitzt nur flache Wurzeln und vergeht mit dem ersten Frost. Sie bevorzugt feuchte nährstoffreiche Böden, und verdrängt andere Pflanzen aus diesem Lebensraum.
Andererseits weißt Wikipedia darauf hin, dass ihre Blüten etwa 40 Mal soviel Nektar pro Stunde produzieren wie vergleichbare heimische Pflanzen. Außerdem ist der Pollen des drüsigen Springkrauts sehr hochwertig und zuckerhaltig. Aus diesem Grund wird die Pflanze als Bienenweide sehr geschätzt.
Was haltet ihr von dieser umstrittenen Pflanze?
Würdet ihr sie aufessen oder bekämpfen?
Hat jemand Erfahrung mit ihr als Färbemittel?
Falls du dich für essbare Wildsamen und regionale Superfoods interessierst empfehle ich dir meinen Beitrag über die Samen der Brennnessel. Auch die Samen von Wegerich und der wilden Malve haben in der traditionellen Heilkunde eine lange Geschichte, während die Samen der wilden Karotte schon in der Antike als Aphrodisiakum und Verhütungsmittel genutzt wurden.

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